HomeGear TalkProberaum Setup für Bands

Im folgenden möchte ich Dir gerne mein Low Budget Proberaum Band Setup vorstellen.
Gerade für kleinere Bands bietet es viele Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Richtungen zu arbeiten:

  • Proben mit InEar-Monitoring
  • Demo Recording (mit jemanden der sich mit Mixen auskennt auch richtige Recordings)
  • kleine Gigs mit dem eigenen Equipment spielen

Was sind für mich kleinere Bands?

Sie bestehen aus max. 5 Bandmitglieder und zum Beispiel mit einer „klassischen“ Besetzung:

  • Gesang (1x Eingang und 1x Monitoring Mono)
  • E-Gitarre (2x Stereo-Eingang und 1x Monitoring Mono)
  • Piano oder E-Gitarre (2x Stereo-Eingang und 1x Monitoring Mono)
  • Bass (1x Eingang und 1x Monitoring Mono)
  • Drums Jazz-Setup mit einer Rack und einer Floortom (6x Eingang und 1x Monitoring Mono)
  • Klick-Track (2x Stereo-Eingang)

Das sind in der Summe 13 belegte Eingänge. Somit reicht ein 16 Kanal Mischer wunderbar.
Aber dazu später mehr.

 

1. In-Ear Monitoring

Für ein einfaches erschwingliches In-Ear Monitoring braucht es nicht viel. Das Stichwort ist Kopfhörerverstärker. Es gibt sie in unterschiedlichsten Formen.
Einmal Kabel gebunden oder als Funk. Ersteres ist für eine kleinere Band erschwinglicher. Auch hier gibt es wieder Unterschiede. Persönlich bin ich Fan von Body-Packs, die man schön an den Gitarrengurt oder Gürtel klippen kann.

Fischer Amps Mini Bodypack – 49€*
Behringer Powerplay PM1 – 21€*

InEar Monitoring im Proberaum - Proberaum Band Setup

2. Mikrofone

Sobald ihr mit In-Ear Monitoring arbeitet oder Aufnahmen machen möchtet seid ihr auf eine Mikrofonierung angewiesen.
Jede Band regelt die Mikrofonierung unterschiedlich. Es gibt Bands in denen die Bandmitglieder alles bis zum Mischpult selbst mitbringen müssen
oder aber die Bandkasse ist so gefüllt, dass daraus Mikrofone gekauft werden können. Deshalb hier mal ein paar Budget to go Beispiele.

Gesang:
Klar der Gesang sollte schon vor solch einem Setup mikrofoniert sein. Wäre ein wenig anstrengend gegen ein Schlagzeug anzusingen 😉 Für den Gesang würde ich persönlich den Klassiker empfehlen: das Shure SM58. Im optimal Fall hat euer Sänger/in  schon selbst herausgefunden welches Mikrofon zur Stimme passt und diese unterstützt.

Shure SM58 LC  – 99€*

Gitarren:
Auch hier gibt es einen Klassiker von Shure: das Shure SM57. Mittlerweile gibt es aber immer bessere Amp-Simulationen wie bspw. Kemper oder Line6 Helix bei denen keine Mikrofonierung nötig ist. Das kommt aber ganz auf das E-Gitarren Setup an.

Shure SM57 LC – 99€*

Drum:
Ich bin persönlich immer der Meinung, wenn ein Drumset gut gestimmt ist und in sich schon gut anhört reichen gute Overheads und ein Kick Drum Mikrofon vollkommen aus.
Vielleicht sind da viele anderer Meinung aber gerade in einer Live Umgebung mit einem guten Drummer konnte ich das schon am eigenen Leib erleben.
Dennoch möchte ich euch hier solide Mikrofonset an die Hand geben.

Superlux DRK K5C2 – 189€*

Mikrofonierung im Proberaum - Proberaum Band Setup

3. Mischpult

Kommen wir zum Herzstück eures Proberaums: das Mischpult.
Ich bin ein Fan von digitalen Rackmixern. Sie haben den großen Vorteil, dass sie nicht nur Mischpult sondern auch Multicore und je nach Modell DI-Boxen sind.
Um alle Anforderungen in der Einleitung abzudecken bleiben folgende Mischpulte:

Über das Mackie DL16S kann ich leider nichts sagen, da ich noch nicht die Möglichkeit bekommen habe es zu testen. Das Behringer macht einen super Job auch abseits vom Proberaum und ist für jedes Low Budget Setup die erste Wahl. Ich selbst habe damit schon eine Produktion damit aufgenommen und gemischt. Zu hören ist die Produktion hier.
Wer aber mehr Budget hat sollte sich überlegen sich das größere Soundcraft aus folgenden Gründen zu zulegen:

  • mehr Inputs flexibler in der Bandbesetzung
  • Zum steuern wird keine App benötigt. Alles im Browser steuerbar.
  • Lexicon Effekte (Compressor, Delays und Reverbs)

 

4. Fazit und Rechnung

Hier die Rechnung für dein Proberaum Setup als Low Budget Variante mit vorhandenen Gesangs- und Gitarren-Mikrofonen:

  • 5x Behringer Powerplay PM1 – 105€
  • Superlux DRK K5C2 – 189€
  • Behringer X Air XR18 – 409€
  • 11 XLR Kabel (InEar und Drums) – 82,50€
  • Stereo Klinke für Klick mit Handy-App – 4,90€
  • Summe: 790,40€

Hammer! Ich finde es genial in der heutigen Zeit. Noch nie war Band Equipment so günstig.
Wenn wir von der Eingangs erwähnten 5-köpfigen Band ausgehen wäre das ein Invest von knapp 160€ pro Kopf. Das ist nichts für eine 3in1 InEar Monitoring, Recording und Live Lösung. Gerade wenn man es auch mit der Zeitersparnis gegenrechnet in der man sich voll und ganz auf das Musik machen konzentrieren kann. Es gibts nichts schlimmeres als Live ein hektischen Soundcheck zumachen oder während der Probe an den Einstellungen zu basteln damit der Sound gut klingt.
Einmal Zeit nehmen abspeichern und Live sowie in der Probe den immer gleichen Sound genießen.
Habt ihr noch Tipps die ich vergessen habe oder Anmerkungen?
Dann schreibt doch gerne in die Kommentare 🙂

 


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